Namibia

Namibia liegt im Südwesten des Afrikanischen Kontinents. Im Norden grenzt es an Angola und Sambia, im Osten an Simbabwe und Botswana. Im Süden grenzt es an die Republik Südafrika.

An der Ostspitze befindet sich der 400 km lange und 150 km breite Caprivi-Zipfel, der das einzige Vierländereck der Erde bildet. (Sambia, Simbabwe, Botswana und Namibia)

Die Unabhängigkeit erlangte Namibia dessen Hauptstadt Windhoek ist,erst 1990.

Der Präsident ist Sam Nujoma. 

 

Namibia gliedert sich in 4 verschiedene Naturräume: Die Wüste Namib, das Hochplateau, das Hochbecken Kalahari und die tropischen Gebiete im Norden des Landes.

Das Klima ist Trocken. Die höchsten Niederschläge sind von Januar bis April. Die Temperaturen liegen im Winter am Tag bei 25c in der Nacht bei 10c. Im Sommer steigt die Temperatur auf über 35c am Tag und sinkt in der Nacht auf 20c ab.

 

Namibia verankerte als erster Staat Weltweit den Naturschutz in der verfassung und´ist bekannt für seine Umweltschutzpolitik. Mehr als 15% des Landes bestehen aus Nationalparks und Schutzgebieten.

Von den 130 verschiedenen Säugetierarten kommen einige nur dort vor. Cape Cross ist berühmt für seine Riesige Kolonie Südafrikanischer Seebären. Mit über 1 Million Tiere ist sie die Zweitgrößte Festlandkolonie an Robben Weltweit.


1.Geografie
Die Republik Namibia liegt in Südwestafrika und ist mit einer Fläche von 824 292 km² mehr als doppelt so groß wie Deutschland. Im Westen grenzt das Land an den Atlantischen Ozean, im Norden an Angola, im äußersten Nordosten an Sambia (Caprivi-Zipfel), im Osten an Botswana und im Südosten und Süden an Südafrika. Die Wüste Namib, die sich an der Atlantikküste entlang zieht, gab dem Staat seinen Namen.
Der Wüstenstreifen der Namib ist auf dem Staatsgebiet Namibias ein zwischen 80 und 130 km breiter Flachlandstreifen, der in seinem nördlichen Abschnitt überwiegend mit Stein und Geröll bedeckt ist. Im mittleren Teil stellen die Dünen der Sand-Namib einige der höchsten Dünen der Welt dar. Der südliche Abschnitt erhielt aufgrund seiner Formationen den Namen Wannennamib. Im Osten ist die Wüste durch die steil ansteigende Randschwelle begrenzt, die den Übergang zum zentralen Hochland bildet. Die höchste Erhebung Namibias, der Brandberg mit 2 610 m, ist einer der Gipfel dieser Randschwelle.
Das zentrale Hochland liegt durchschnittlich auf einer Höhe von 1 200 bis 2 000 m über dem Meeresspiegel. Im Norden liegt Ovamboland, im Zentrum Damaraland, im Süden Großnamaland. Im Osten hat Namibia Anteil am Kalahari-Becken, dessen größter Teil auf dem Territorium des benachbarten Botswana liegt. Das Kalahari-Becken ist ein abflussloses Hochland mit ausgedehnten Sandflächen und Salzpfannen (Etoschapfanne).
Die Flüsse im Landesinneren führen nur nach starken Regenfällen Wasser, während der Kunene, der Okawango, der Sambesi und der Linyanti, die jeweils auch Landesgrenzen markieren, das ganze Jahr über Wasser führen.
Die Hauptstadt Windhoek liegt im zentralen Binnenland.

2.Klima
Das Klima in Namibia ist gekennzeichnet durch heiße Sommer, warme Winter und nur wenig Niederschläge. In der Namib am Atlantik werden jährlich weniger als 20 mm Niederschläge gemessen, die überwiegend auf Nebel zurückgehen. Im nördlichen Bereich des zentralen Hochlandes werden durchschnittlich 550 mm jährlich gemessen, im Süden sind es ca. 150 mm. Die meisten Niederschläge fallen im Sommerhalbjahr (Oktober bis März). Die durchschnittlichen Temperaturen an der Küste liegen zwischen 18 °C im Sommer und 12 °C im Winter, im Hochland sind es im Sommer ca. 25 °C, im Winter 13 °C.

3.Flora und Fauna
Die geringen Niederschlagsmengen in Namibia führen dazu, dass Dornstrauchsavanne mit Zwergsträuchern, Sukkulenten und Gräsern weite Teile des Landes dominierten Die Namib ist nahezu ohne Vegetation, das Kalahari-Becken stellt Halbwüste dar. Im nördlichen Hochland findet sich lichter Trockenwald. Vegetationsreichstes Gebiet ist der Caprivi-Zipfel im äußersten Nordosten des Landes mit dichten Waldbeständen und Sumpfgebieten in der Nähe des Linyanti.
Zur Erhaltung der artenreichen Tierwelt sind rund 13 % des Staatsterritoriums ausgewiesene Schutzgebiete, der größte Park ist der Etoscha-Nationalpark mit 22 270 km². Hier finden zahlreiche größere Säugetierarten wie z.B. Löwen, Leoparden, Geparden, Antilopen, Elefanten, Giraffen, Zebras und Kaffernbüffel einen geeigneten Lebensraum. Nashörner, vor allem das Spitzmaulnashorn, gelten als vom Aussterben bedrohte Tierart. In der artenreichen Vogelwelt Namibias kommen an der Küste Pelikane, Flamingos, Kormorane und Seeschwalben vor. Die seltene Damara-Seeschwalbe gilt als vom Aussterben bedrohte Tierart. In den Wüsten- und Halbwüstengebieten leben u.a. Drosselwürger, Felsenadler, Augurbussard und Siedelweber. Zahlreich sind auch Reptilien, an Schlangen finden sich z.B. Hornvipern, Puffottern, Kobras und schwarze Mambas. Im Norden Namibias in feuchten Gebieten leben das Nilkrokodil und verschiedene Schildkrötenarten wie die Weich- und die Klappschildkröte. In den Wüstengebieten sind Chamäleons und Dünnfingergeckos heimisch.

4.Bevölkerung
Etwa 1,7 Millionen Menschen leben in Namibia, mit durchschnittlich 1,9 Einwohnern pro Quadratkilometer ist das Land sehr dünn besiedelt. Etwa ein Drittel der Bevölkerung lebt in Städten, bei der weißen Bevölkerung ist der Verstädterungsgrad wesentlich höher. Die mit Abstand größte Stadt ist die Hauptstadt Windhoek mit etwa 220 000 Einwohnern. Weitere Städte sind z.B. Swakopmund (rund 16 000 Einwohner), Rehoboth (15 000) und Rundu (15 000).
Die Bevölkerung setzt sich aus verschiedenen Ethnien zusammen, die größte Gruppe sind die Ovambo, die etwa die Hälfte der Gesamtbevölkerung ausmachen und deren angestammtes Gebiet (Ovamboland) im Norden Namibias liegt. Weitere Bevölkerungsgruppen sind die Kavango, Herero, Damara, Nama, Caprivianer und San. Weiße machen etwa 6% der Gesamtbevölkerung aus, Mischlinge knapp 10%. Die Amtssprache in Namibia ist Englisch, daneben werden verschiedene Bantusprachen, Africaans, die San-Sprache Khoekhoe und Deutsch gesprochen. Protestanten stellen mit über 60 % die größte Glaubensgemeinschaft dar, etwa 20 % der Bevölkerung sind Katholiken. Naturreligionen werden vielfach praktiziert, teilweise auch in Vermischung mit dem Christentum.
In Namibia gibt es ein deutliches Wohlstandsgefälle zwischen Schwarz und Weiß. Die offizielle Arbeitslosenquote liegt bei über 30 %. Das Sozial- und Gesundheitswesen konzentriert sich auf die Städte und ist in ländlichen Gebieten unzureichend. Knapp die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als 15 Jahre. Die Analphabetenquote liegt bei schätzungsweise 40 %, es herrscht allgemeine Schulpflicht für 7 bis 16-Jährige. Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO waren Ende 1999 schätzungsweise 20 % der namibischen Bevölkerung mit der Immunschwächekrankheit Aids infiziert.

5.Politisches System
Namibia ist eine präsidiale Republik, die erst seit 1990 unabhängig ist. Gemäß der Verfassung vom März 1990 ist der für fünf Jahre gewählte Staatspräsident zugleich Regierungschef und Oberbefehlshaber der Streitkräfte (seit März 1990 Samuel Nujoma, dritte Amtszeit). Die Legislative liegt beim Parlament, das aus zwei Kammern besteht: Die Nationalversammlung (National Assembly) hat 72 Sitze, die Abgeordneten werden nach dem Verhältniswahlrecht vom Volk für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt, sechs der Abgeordneten werden vom Staatspräsidenten ernannt und haben kein Stimmrecht). Der Nationalrat (National Council) mit beratender Funktion hat 26 Mitglieder, jeweils zwei vertreten eine der 13 Regionen des Landes. Bei den letzten Wahlen im Dezember 1999 erreichte die regierende SWAPO-Partei (South West Africa People's Organization) die Mehrheit der Stimmen, bedeutendste oppositionelle Parteien sind die Demokratische Turnhallenallianz (DTA) und die Kongress-Partei der Demokraten (COD).

6.Wirtschaft
Der wichtigste Bereich der namibischen Wirtschaft ist der Bergbau, das Land verfügt über reichhaltige Bodenschätze. Die Hauptprodukte sind Diamanten und Uran, hier gehört Namibia zu den weltweit größten Förderern. Weitere Bergbauprodukte sind Kupfer, Silber, Blei, Zinn, Wolfram und Vanadium. Allein Diamanten erbringen ein Drittel der gesamten Exporterlöse.
Zweiter wichtiger Bereich ist die Landwirtschaft, die für mehr als die Hälfte der Bevölkerung die Lebensgrundlage bildet. Auf über 40% der landwirtschaftlichen Nutzfläche wird durch "kommerzielle" Farmen vor allem auf den Export ausgerichtete Viehwirtschaft betrieben (überwiegend Rinder und Schafe), den Rest bewirtschaften Farmer in Subsistenzwirtschaft. Die namibische Regierung versucht durch ein 1995 verabschiedetes Landreformgesetz, den Anteil nicht-weißer Farmer für kommerzielles Farmland zu erhöhen. Durch die klimatischen Verhältnisse stehen nur rund ein Prozent der Landesfläche zum Ackerbau zur Verfügung, angebaut werden vor allem Mais, Getreide, Sonnenblumen und Erdnüsse. Durch den kalten Benguealstrom sind die Gewässer vor der namibischen Küste fischreich, die Fischereiwirtschaft gilt als Hoffnungsträger, trotz teilweise stark reduzierter Fischbestände bei wirtschaftlich wichtigen Arten wie Sardinen und Seehechten. Landwirtschaftliche Güter (vor allem Vieh, Fleisch und Felle) sind mit rund 30 % am Export beteiligt.
Die Industrie in Namibia ist nur mäßig entwickelt und konzentriert sich auf die Verarbeitung von Fleisch und Fisch und die Produktion von Nahrungsmitteln und Getränken. Kleine und mittlere Betriebe überwiegen. Rund 15 % der Erwerbstätigen sind hier beschäftigt.
Die namibische Wirtschaft ist in großem Maße von Südafrika abhängig, über 85% der Importe (vor allem Maschinen, Kraftfahrzeuge, chemische Produkte, Textilien, Nahrungsmittel) stammen aus dem Nachbarland. Beim Export ist Großbritannien wichtigster Handelspartner, gefolgt von Südafrika, Spanien, Frankreich und Japan.
Wichtige Deviseneinnahmequelle in Namibia ist der Tourismus, der steigende Tendenz aufweist. Das Straßennetz umfasst insgesamt rund 55 000 km, davon sind rund 5 000 km befestigt. An Schiene stehen rund 2 400 km zur Verfügung. Wichtigste Häfen des Landes sind Lüderitz und Walfischbai. Windhoek hat einen internationalen Flughafen.

 
     

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